Zum Hauptinhalt springen

Eine Prise Geschichte mit Friedrich dem Großen, Queen Charlotte und mehr

Berühmte Persönlichkeiten und ihr Verhältnis zum Schnupftabak

 

Schnupftabak – fein gemahlener, meist aromatisierter Tabak, der durch die Nase aufgenommen wird – war über Jahrhunderte hinweg ein Zeichen von Kultiviertheit, Modebewusstsein und nicht selten Macht. Vom französischen Königshof bis in den Bundestag: Die kleine Prise Tabak begleitete Staatslenker, Künstler und Denker in den unterschiedlichsten Epochen.

Wir werfen einen Blick auf jene bekannten Persönlichkeiten, die nachweislich Schnupftabak konsumierten – und damit ein Stück Kulturgeschichte mitgeprägt haben.

 

Katharina von Medici (1519–1589) – Die Königin, die Europa das Schnupfen lehrte

Der Siegeszug des Schnupftabaks in Europa begann mit einer Frau: Katharina von Medici, Königin von Frankreich. Der portugiesische Diplomat Jean Nicot (dem das Nikotin übrigens seinen Namen zu verdanken hat) brachte ihr im 16. Jahrhundert pulverisierten Tabak als Mittel gegen ihre häufigen Kopfschmerzen. Die Wirkung überzeugte sie so sehr, dass sie den Tabak zu ihrer täglichen Gewohnheit machte und ihn im französischen Hof verbreitete.

Schon bald wurde der Tabak unter dem Namen „Herba Regina“ – „Kraut der Königin“ – bekannt. Ihre Begeisterung machte Schnupftabak in der europäischen Oberschicht salonfähig und legte den Grundstein für die jahrhundertelange Erfolgsgeschichte des Schnupfens.

 

Queen Charlotte (1744–1818) – Die „Snuffy Queen“ von England

Die Gemahlin von König Georg III., eine geborene deutsche Prinzessin (zu Mecklenburg-Strelitz), war bekannt für ihre Vorliebe für Schnupftabak. In den königlichen Archiven finden sich Aufzeichnungen über Hunderte von Schnupftabakdosen, die sie besaß.

Zeitgenossen berichteten, dass Queen Charlotte ihren Snuff „wie Medizin“ einnahm, um Kopfschmerzen zu lindern. Sie schnupfte regelmäßig bei Hofzeremonien, was ihr den liebevollen Spitznamen „Snuffy Charlotte“ einbrachte.

Ihre Begeisterung für die „Prise“ war so groß, dass selbst König Georg über ihren Duft nach Tabak klagte – doch die Queen blieb ihrer Gewohnheit treu.

 

Marie Antoinette (1755–1793) – Eine höfische Modeerscheinung

Auch am Hof von Versailles gehörte der Schnupftabak zum Alltag. Marie Antoinette, Königin von Frankreich, nahm gelegentlich eine Prise – vor allem im gesellschaftlichen Rahmen. Hofchronisten beschreiben, dass feine Dosen und edle Mischungen Teil der Etikette waren.

Für sie und ihre Zeitgenossinnen war Schnupftabak mehr als ein Genussmittel: Er galt als Zeichen von Geschmack, Luxus und Zugehörigkeit zur höfischen Elite.

 

Friedrich der Große (1712–1786) – Der König der Prisen

Der preußische König Friedrich II., genannt „der Große“, war ein leidenschaftlicher Schnupfer. Er rauchte nicht, aber nahm täglich große Mengen Schnupftabak – bevorzugt spanische Sorten.

Ein Zeitzeuge schrieb: 

"Der König ist ein großer Freund des Schnupftabaks – er nimmt ihn nicht in Prisen, sondern eine Hand voll."

Friedrich besaß über 300 Schnupftabakdosen, oft aus Gold oder Porzellan gefertigt. Eine davon rettete ihm angeblich das Leben: Bei einer Schlacht soll eine Kugel seine Dose getroffen haben, die er in der Brusttasche trug – und so ihren König vor einer tödlichen Verletzung bewahrt haben.

Schnupftabak war für Friedrich den Großen ein Symbol seiner Selbstdisziplin und seiner Eigenwilligkeit – kein höfischer Luxus, sondern ein Teil seiner täglichen Routine.

 

Napoleon Bonaparte (1769–1821) – Der kaiserliche Schnupfer

Napoleon Bonaparte war ein bekennender Schnupfer. Er soll täglich mehrere Unzen (eine Unze = 27 bis 31 Gramm) verbraucht haben und besaß zahlreiche prunkvolle Dosen – Geschenke von Verbündeten und Beute aus Feldzügen.

Seine Vorliebe für Schnupftabak war so bekannt, dass Zeitgenossen spöttelten, der Kaiser hätte „mehr Schnupftabak als Schlaf“.

Napoleon selbst soll einmal gesagt haben: 

„Ich schnupfe, um meine Gedanken zu ordnen.“

Noch heute befinden sich einige seiner Dosen – aus Gold, Emaille und Elfenbein – in Pariser Museen.

 

Benjamin Franklin (1706–1790) – Der Denker mit der Prise

Der amerikanische Staatsmann und Erfinder Benjamin Franklin kam während seiner Zeit in Frankreich in engen Kontakt mit der dortigen Schnupfkultur. Freunde beschrieben, wie Franklin in geselligen Runden „eine kleine Prise“ nahm, um den Kopf wachzuhalten.

Er verschenkte sogar kostbare Schnupftabakdosen an Bekannte und Diplomaten – ein höfisches Ritual, das er aus Paris übernahm.

 

Samuel Pepys (1633–1703) – Der Tagebuchautor als Zeuge des Alltags

Der englische Staatsbeamte Samuel Pepys dokumentierte in seinem berühmten Tagebuch (1660–1669) minutiös sein Leben – und erwähnt darin auch das Schnupfen.

In einem Eintrag schreibt er sinngemäß: 

„Ich nahm heute etwas Snuff – es klärte mir die Gedanken.“

Seine Notizen sind wertvolle Zeugnisse dafür, wie selbstverständlich Schnupftabak schon im 17. Jahrhundert Teil des Alltags war.

 

Helmut Schmidt (1918–2015) – Der Kanzler und seine Notfall-Prise

Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt ist untrennbar mit seiner Leidenschaft fürs Rauchen (er bevorzugte Reyno Menthol Zigaretten) verbunden. Weniger bekannt ist jedoch, dass er auch Schnupftabak konsumierte – insbesondere dann, wenn Rauchen verboten war.

Ein Zeitzeuge berichtete: 

„Wenn er keine Zigarette rauchen durfte, griff er zu seiner geliebten Prise Schnupftabak.“

Selbst nach seinem Tod wurde sein Verhältnis zu Tabak symbolisch gewürdigt: An seinem Grab in Hamburg wurden neben Menthol-Zigaretten auch eine Dose Schnupftabak niedergelegt.

Schmidt steht damit als moderner Vertreter einer jahrhundertealten Tradition – und als Beispiel dafür, wie sich Gewohnheiten an gesellschaftliche Veränderungen (wie Rauchverbote) anpassen.

 

Frauen und der Schnupftabak

Oft wird vergessen, dass Schnupftabak nicht nur Männersache war. Schon im 17. und 18. Jahrhundert schnupften adelige Damen bei Hofe öffentlich – teils als Mode, teils zu medizinischen Zwecken, z.B. gegen Kopfschmerzen.

Die Beispiele von Katharina von Medici, Queen Charlotte und Marie Antoinette zeigen, dass Frauen in der Geschichte eine zentrale Rolle in der Verbreitung des Schnupftabaks spielten. Für sie war die „Prise“ nicht Laster, sondern Ausdruck von Eleganz, Bildung und Weltgewandtheit.

 

Fazit – Die feine Kunst der Prise

Schnupftabak hat über Jahrhunderte hinweg Köpfe erfrischt, Gedanken belebt und Gespräche inspiriert. Von der französischen Königin bis zum deutschen Bundeskanzler zieht sich die Linie des Schnupfs – quer durch Kulturen und Jahrhunderte.

Ob höfisches Ritual, militärische Angewohnheit oder Teil eines intellektuellen Rahmens: Der Schnupftabak war immer mehr als nur Tabak – er war ein Symbol für Geist, Status und Persönlichkeit.

Zugehörige Produkte

Durchschnittliche Bewertung von 4.5 von 5 Sternen

Wilsons Brunswick Black Rappee Snuff, 5g, Tap Tin

Inhalt: 0.005 kg (640,00 €* / 1 kg)

3,20 €*

Durchschnittliche Bewertung von 2.2 von 5 Sternen

Wilsons Kendal Brown Snuff, 5g, Tap Tin

Inhalt: 0.005 kg (640,00 €* / 1 kg)

3,20 €*
Wilsons Jockey Club Snuff, 5g, Tap Tin

Inhalt: 0.005 kg (640,00 €* / 1 kg)

3,20 €*
Wilsons Best SP Snuff, 5g, Tap Tin

Inhalt: 0.005 kg (640,00 €* / 1 kg)

3,20 €*
%
Fribourg & Treyer Snuff Best Of

Inhalt: 0.06 kg (312,83 €* / 1 kg)

18,77 €* 20,85 €* (9.98% gespart)
%
Fribourg & Treyer Snuff Bundle "French Connection"

Inhalt: 0.06 kg (312,83 €* / 1 kg)

18,77 €* 20,85 €* (9.98% gespart)

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bernard Aecht Altbayrischer Schmalzler, 10 g

Inhalt: 0.01 kg (395,00 €* / 1 kg)

3,95 €*
Bernard Schmalzlerfranzl Gold, 10 g

Inhalt: 0.01 kg (395,00 €* / 1 kg)

3,95 €*
Bernard Amostrinha Schnupftabak, 10g

Inhalt: 0.01 kg (395,00 €* / 1 kg)

3,95 €*
Spare Bares mit unseren %-Bundles!
Bundles Bild