Arten von Schnupftabak

Schnupftabak – Alles dasselbe?

Gletscherprise, Gawith Apricot, McChrystal’s oder Bernard Schmalzler – ist alles Schnupftabak, schmeckt (riecht) nur unterschiedlich? Weit gefehlt, denn Schnupftabak ist nicht gleich Schnupftabak und unterscheidet sich je nach Herstellungsart oder auch Herkunft sogar in der Bezeichnung.

Klassischer Schnupftabak 

Den gibt es heute auch noch, wenn er auch etwas anders hergestellt wird, als zu früheren Zeiten. Bereits im frühen 16. Jahrhundert nämlich konnten portugiesische Seeleute südamerikanische Ureinwohner dabei beobachten, wie sie Tabakblätter zu großen, karottenförmigen Gebilden geformt und gebunden haben und anschließend fermentieren ließen. Diese Herstellungsmethode des klassischen Schnupftabaks nennt man „Karottierung“. Das Karottieren kann bei manchen Sorten bis zu 10 Jahre dauern.

Heute geht das schneller, doch viele Sorten aus den alten Tagen sind geblieben: Vor allem bei Fribourg & Treyer wird das deutlich, wurden karottierte Schnupftabake früher doch nach den Städten benannt, in denen sie kreiert wurden. „Seville“, „Santo Domingo“, „Old Paris“ und natürlich „French Carotte“ lassen grüßen. 

Auch heute gibt es noch den klassischen Schnupftabak, mittelfein bis grob gemahlen, kaum aromatisiert, intensive Tabak-Noten. Im Unterschied zu früheren Zeiten wird er allerdings meist im Schnellverfahren hergestellt. Dabei wird aus den fermentierten und entrippten Tabaken ein Mehl hergestellt, welches mit einer Soße angefeuchtet und anschließend drei bis vier Wochen kühl gelagert wird.

Bekannte Vertreter heutiger klassischen Schnupftabake sind die Produkte von Bernard, PfälzerLandSnuff, Rosinski, Neffa und auch A+S.

Snuff

Snuff wird heutzutage am meisten verkauft und stammt aus England. So stellen McChrystal’s, Wilsons of Sharrow, Jaxons und Viking alle fast ausnahmslos Snuff her. Großteils werden Snuffs aus hellen Virginia oder afrikanischen Tabaken produziert und sind in der Regel stark aromatisiert. Vor allem eine gehörige Dosis Menthol, aber auch Aromen von Zitrusfrüchten, Beeren oder Aprikosen werden gerne verwendet.

Heute ebenso in der Regel im Schnellverfahren verarbeitet, zeichnet sich die Konsistenz von Snuff durch einen sehr feinen, teils schon staubigen Mahlgrad aus. Die Snuffs sollten daher sehr vorsichtig geschnupft werden.

Auch wenn Snuffs aus England stammen, so stellt auch der Branchenprimus Pöschl – bekannt vor allem durch Gawith Apricot und die gute, alte Gletscherprise - hauptsächlich Snuffs her. Mag der Mahlgrad vielleicht nicht ganz so fein sein, wie bei den britischen Vertretern, so sind auch die Pöschl Snuffs sehr stark aromatisiert, wobei hier für jeden Geschmack das Richtige dabei ist. Minze, Menthol, Aprikose, Kirsche, Zitrone, Anis, Wintergreen und sogar Eisbonbon sind alles Aromen, die Pöschl im Portfolio hat.

Schmalzler

Bei der dritten großen Art handelt es sich um Schmalzler. Und dieser ist gänzlich unterschiedlich zu Snuff und auch klassischem Schnupftabak. Denn Schmalzler ist verhältnismäßig grob gemahlen und feucht. Früher wurde zur Herstellung sogar Butterschmalz verwendet; daher der Name. Heutzutage wird stattdessen Weißöl genutzt, auch aus Konservierungsgründen.

Damals wie heute werden zur Herstellung von Schmalzlern dunkle Brasiltabake genutzt, die nur leicht gesoßt sind und zu langen Strängen geflochten werden; bevor sie schlussendlich grob zerrieben werden.

Das Resultat sind dann grob gemahlene, klebirg-feuchte Schnupf-Genüsse mit erdig-würzigem Geschmack, der oft auch Kaffee-, Schokolade- oder Karamellnoten für die Nase bereithält. Vor allem die Schmalzler von Bernard haben Kultstatus (z. B. Original Schmalzlerfranzl), Pöschl bietet aber auch Produkte in diesem Segment an.

Schmalzler sind vor allem in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz populär.

Also: Schnupftabak ist nicht immer gleich Schnupftabak, sondern überrascht mit sämtlichen Mahlgraden, Feuchtigkeitsgehalten, Aromen und vor allem einer reichhaltigen Geschichte.

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